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Handschriftendatenbanken, -kataloge und -indices

 
  Deutschland

 
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Ein vorzügliches Hilfsmittel, um gezielt nach mittelalterlichen Handschriften in deutschen Bibliotheken und Archiven zu suchen: In einer Datenbank stehen Daten zu derzeit über 63.300 Handschriften und Handschriftenfragmenten zur Verfügung, verknüpft mit digitalen Reproduktionen der Handschriftenbeschreibungen der gedruckten Kataloge. Die Datenbank wird laufend überarbeitet und ergänzt. 211 gedruckte Handschriftenkataloge sind vollständig digitalisiert, ebenso 89 Handschriften.

 
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"Der Handschriftencensus bietet eine Bestandsaufnahme der handschriftlichen Überlieferung deutschsprachiger Texte des Mittelalters. Er gibt momentan (Stand: März 2009) Auskunft zur Überlieferung von mehr als 5.000 Werken aus über 20.000 Handschriften, die in über 1.200 Bibliotheken und Archiven aufbewahrt werden." Die Datenbank kann über das 'Gesamtverzeichnis Handschriften' oder das 'Gesamtverzeichnis Autoren/Werke' benützt werden. Im Handschriftencensus eingebunden sind das Marburger und das Paderborne Repertorium sowie eine Forschungsbibliographie zu deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters (siehe jeweils unten). Der Handschriftencensus wird gemeinsam betreut von Rudolf Gamper (St. Gallen), Christine Glaßner (Wien), Klaus Klein (Marburg), Bettina Wagner (München), Jürgen Wolf (Berlin) und Karin Zimmermann (Heidelberg).

 
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"Das 'Marburger Repertorium deutschsprachiger Handschriften des 13. und 14. Jahrhunderts' verzeichnet in Form eines beschreibenden Katalogs deutschsprachige Handschriften des 13. und 14. Jahrhunderts." Die Beschreibungen der Handschriften des 13. Jahrhunderts sind seit 1999 abgeschlossen; jene zu den Handschriften des 14. Jahrhunderts werden seit 2004 in einem Projekt (Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft) erarbeitet und sukzessive online verfügbar gemacht. "Die veröffentlichten Beschreibungen sind z. T. noch unvollständig oder noch nicht hinreichend genau. Die fehlenden oder ungenauen Angaben werden zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt bzw. präzisiert. Langfristig ist angestrebt, die ca. 3000 deutschsprachigen Handschriften des 14. Jahrhunderts annähernd vollständig zu erfassen." Die Datenbank ist über ein Verzeichnis der Handschriften (nach Aufbewahrungsorten) und eine Suchfunktion zugänglich. Betreut vom Institut für deutsche Philologie des Mittelalters der Philipps-Universität Marburg, Joachim Heinzle, Klaus Klein u. a. • Projektskizze in ZfdA 130 (2001) 245f. [Volltext].

 
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"Das 'Paderborner Repertorium der deutschsprachiger Textüberlieferung des 8. bis 12. Jahrhunderts' verzeichnet in Form eines beschreibenden Katalogs deutschsprachige Handschriften des 8. bis 12. Jahrhunderts." Es ergänzt das Marburger Repertorium und verwendet dessen datentechnische Grundlage. "Die Beschreibungen der Handschriften werden seit Mai 2007 aufbereitet und sukzessive ins Netz gestellt. Die veröffentlichten Beschreibungen sind z. T. noch unvollständig oder noch nicht hinreichend genau. Die fehlenden oder ungenauen Angaben werden laufend ergänzt bzw. präzisiert. Langfristig ist angestrebt, die ca. 300 deutschsprachigen Handschriften des 8. bis 12. Jahrhunderts annähernd vollständig zu erfassen." Die Datenbank ist über ein Verzeichnis der Handschriften (nach Aufbewahrungsorten) und eine Suchfunktion zugänglich. Die Beschreibungen werden von einer Arbeitsgruppe am Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Paderborn unter der Leitung von Stephan Müller erarbeitet. Wichtige Vorarbeiten für das 11. und 12. Jahrhundert hat Ernst Hellgardt (LMU München) geleistet. Gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung.

 
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Die Datenbank "Forschungsliteratur zu deutschsprachigen Handschriften des Mittelalters", die über das Portal des "Handschriftencensus" zugänglich ist, bietet ein kumuliertes Gesamtverzeichnis aller bei den Einzelbeschreibungen des Handschriftencensus zitierten Literaturangaben. Bei Seitenaufruf erscheint zunächst eine Suchmaske zur Auswahl einzelner Einträge. Als weitere Anzeigemöglichkeiten stehen ein Gesamtverzeichnis aller bibliographischen Einheiten und eine Liste aller in die Datenbank aufgenommenen Neuerscheinungen des laufenden und vergangenen Jahres zur Verfügung. Das Verzeichnis, das derzeit mehr als 13.000 überprüfte und korrekturgelesene Einträge umfaßt (Stand: April 2009), wird ständig erweitert und aktualisiert. (Kurzbeschreibung von Chr. Glaßner)

 
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"Das 'Jenaer Repertorium zur Überlieferung deutscher Literatur des Mittelalters aus dem thüringischen Raum' verzeichnet diejenigen mittelalterlichen Handschriften, deren Schreibsprache auf der Grundlage einer dialektalen Bestimmung als thüringisch gelten kann. Die Internetversion des 'Repertoriums' liefert Basisinformationen (Bibliothek, paläographische Daten, Sekundärliteratur) zu jeder Handschrift und weist deren Schreibsprache vor dem Hintergrund bisheriger Schreibsprachenbestimmungen aus. Das 'Repertorium' umfaßt momentan [Stand: Dezember 2006] 536 Texte aus 417 Handschriften/Fragmenten und wird sukzessive erweitert. Das Autoren- und Werkverzeichnis listet Überlieferungszeugen auf, denen in Handschriftenkatalogen und in der Forschungsliteratur eine (ostmitteldeutsch-)thüringische Herkunft zugewiesen wird. Die Aufnahme der noch nicht mit einer abrufbaren Beschreibung versehenen Handschriften erfolgte vorbehaltlich einer genauen Untersuchung." Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2000 bis 2004, seither fortgeführt aus Lehrstuhlmitteln. • Projektskizze in ZfdA 135 (2006) 273f. [Volltext].

 
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"Die Datenbank verzeichnet lateinische und deutschsprachige Autographen und Originale (Handschriften, die unter Beteiligung des Autors entstanden, aber nicht oder nur in geringen Teilen - z.B. in Gestalt von Korrekturen - von ihm geschrieben wurden) des deutschen Mittelalters (9.-16. Jahrhundert)." Die Datenbank basiert auf dem "Verfasserlexikon" und gedruckten Handschriftenkatalogen; sie ist fertiggestellt und umfaßt gegenwärtig etwa 500 Handschriften. • Projektskizze in Zfda 130 (2001) 247f. [Volltext].

 
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Verzeichnis sämtlicher in der "Zeitschrift für das deutsche Altertum" in dieser Kategorie behandelten Handschriften und Fragmente mit Aufbewahrungsort und Signatur.

 
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Register der in der "Zeitschrift für das deutsche Altertum" seit Bd. 129 (2000) in Beiträgen und Rezensionen erwähnten Handschriften und Fragmente mit Aufbewahrungsort und Signatur.

 
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"Der Inkunabelkatalog Deutscher Bibliotheken (INKA) ist kein abgeschlossener Katalog, sondern bietet Zugriff auf verschiedene Dateien eines Datenpools, der sich aus den Exemplarbeschreibungen von Inkunabeln in verschiedenen Bibliotheken zusammensetzt. Der Datenpool wird regelmäßig aktualisiert und vergrößert sich in dem Umfang, wie die am Aufbau beteiligten Bibliotheken neue Daten liefern. Recherchiert werden kann nach Autor, Titel, beteiligten Personen, wie Kommentatoren, Herausgebern und nach Druckern, das heißt nach den text- bzw. druckspezifischen Angaben. Recherchiert werden kann auch nach bibliographischen Angaben [...]. Darüber hinaus sind auch die exemplarspezifischen Angaben recherchierbar: Buchbinder und Provenienzen/Vorbesitzer."

  Österreich

 
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Homepage der Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters der Österreichischen Akademie der Wissenschaften: Verzeichnis der Handschriftenfonds mit Angaben zu Literatur, Bibliotheks- und Archivadressen etc., teilweise mit Handschriftenkatalogen (in Arbeit); Signaturenkonkordanzen: Göttweig (OSB), Linz (Studienbib.), Melk (OSB), Salzburg (UB), St. Paul (OSB), Schlägl (OPraem), Wien Schottenkloster (OSB), Wien ÖNB; Initienregister: Altenburg (OSB), Admont (OSB), Klosterneuburg (OSA), Melk (OSB), Rein (OCist), Salzburg, St. Peter (OSB), Wien Schottenkloster (OSB), Wilhering (OCist); Autorenregister: Klosterneuburg (OSA) und Melk (OSB); Handschriftenlisten und Beschreibungen: Graz (OFM), Klosterneuburg (OSA), Kreuzenstein (Graf Wilczek), Lilienfeld (OCist), Melk (OSB), Salzburg, St. Peter (OSB), Sankt Paul (OSB), Seitenstetten (Inventar), Seitenstetten (Kurzbeschreibungen der Universitätshandschriften), Mittelalterliche Handschriften in lateinischer Schrift in und aus Slowenien, Streubestände in Wien und Niederösterreich, Wien, Universitätsbibliothek.

 
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"Österreichs Bibliotheken beherbergen zahlreiche deutschsprachige Handschriftenfragmente des Mittelalters, die auf der vorliegenden Website erstmals zusammengestellt und in Abbildungen zugänglich gemacht werden." Darunter befinden sich Fragmente des Nibelungenliedes, der Werke Hartmanns von Aue und anderer bekannter Autoren (im Aufbau; seit 2000 nicht mehr geändert).

 
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Erschließung von und Beschreibungen zu 133 Handschriften des 9. bis 16. Jh., die sich nicht in großen Archiven oder Bibliotheken befinden.

 
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Datenbank zu illuminierten Handschriften aus Österreich mit Recherchemöglichkeiten nach den Handschriften selbst, der Ikonographie und (teilweise) nach den Texten der Handschriften; außerdem Listen der Bibliotheken, der Handschriften und der nachgewiesenen Skriptorien im Bereich des heutigen Österreich.

  Niederlande

 
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Landesweite niederländische Datenbank zu mittelalterlichen Handschriften aus dem Gebiet der heutigen Niederlande, zu mittelniederländischen Texten in mittelalterlichen Handschriften, zu den Autoren sowie zu anderen mit diesen Handschriften in Verbindung stehenden Personen.

 
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"Das Ziel dieser website ist es, die Musik der Devotio Moderna, die sich zum Teil verstreut in Konvoluten und an anderen schwer zugänglichen Orten findet, zu sammeln. Dabei werden liturgische Quellen ebenso wie paraliturgische berücksichtigt. Vorläufig nicht aufgenommen sind Stundenbücher." Aufgeführt werden Handschriften und Drucke mit Musik der Devotio moderna, teilweise mit Incipit-Verzeichnissen; daneben finden sich Bibliographien, Informationen zu einzelnen Dichtern / Komponisten und eine Diskographie. Für die Beschäftigung mit der Devotio moderna ein interessantes Angebot.

 
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  © Koninklijke Bibliotheek, NL Externes Angebot
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Die Datenbank umfasst Beschreibungen aller mittelalterlichen Handschriften in lateinischer Schrift bis ca. 1550, die in öffentlichen oder semiöffentlichen niederländischen Sammlungen (Bibliotheken, Museen, Archive, Klosterbibliotheken, z. T. auch Sammlungen privater Institutionen, die ihre Sammlungen der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen) aufbewahrt werden.

  USA

 
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© Library of Congress
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Frei zugängliche Datenbank der Handschriftenbestände der Bibliotheken in den USA.

  Varia

 
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© Soc. des Bollandistes
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"Index analytique des Catalogues de manuscrits hagiographiques latins publiés par les Bollandistes": eine umfangreiche Datenbank zur Überlieferung von Heiligenlegenden in lateinischen Handschriften - frei zugänglich nach namentlicher Anmeldung.

 
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Die Hill Monastic Manuscript Library hat seit 1965 eine Sammlung von über 90.000 microverfilmten Handschriften angelegt und diese in einer Datenbank erschlossen. "The vast majority of microfilms reproduce texts that predate 1550, and they touch on virtually every field of study relating to the Middle Ages and Renaissance. The collections are particularly strong in history, literature, art, theology, philosophy and music; and they include materials not only in Latin and Greek, but also in Hebrew, Arabic, Armenian and the vernacular languages. Nearly half of HMML's holdings derive from libraries in Austria and Germany, but the Library also houses significant collections from Spain, Portugal, Switzerland, England, and Ethiopia."

 
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"The Digital Scriptorium is an image database of medieval and renaissance manuscripts that unites scattered resources from many institutions into an international tool for teaching and scholarly research. [...] The Digital Scriptorium includes over 4,000 catalog records and 15,000 digitized images."

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